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Eine Sammlung handbemalter Särge in einem zarten cremefarbenen Atelier
Teil der Sammlung handbemalter Särge · Foto von Mirka Kosečková

Am 8. März 2026 veröffentlichte die slowakische Wochenzeitung Plus 7 dní einen Bericht von Lívia Černická mit dem Titel Eine Truhe als Kunstwerk: Ein Künstler aus Brünn verleiht einem Abschied Farbe und eine neue Geschichte. Darin begibt sich die Autorin direkt in das Brünner Atelier von Mirka Kosečková und beobachtet die Verwandlung einer gewöhnlichen Holzoberfläche in ein Originalwerk, das von einer bestimmten Person erzählen kann.

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Eine andere Farbe des letzten Abschieds

Der Bericht beginnt mit einer Erfahrung, die viele Familien kennen: Bei der Organisation einer Beerdigung müssen in kurzer Zeit viele praktische Entscheidungen getroffen werden. Dabei unterscheidet sich das Angebot an Särgen häufig in Form und Design, die Farbgebung bleibt jedoch sehr moderat. Im Painted Coffin-Studio ändert sich diese Sichtweise. Die Traurigkeit wird nicht ausgeblendet, sondern der Erinnerung an das Leben wird daneben Raum gegeben.

Plus 7 Tage beschreibt Motive von Blumen, Tauben, Vögeln, Bergen und folkloristischen Ornamenten. Dies ist keine zufällige Dekoration. Jedes Motiv kann sich auf den Charakter einer Person, ihre Hobbys, die Landschaft, die sie mochte, oder eine Erinnerung beziehen, die ihre Familie mit ihr teilt.

Original für ein Leben

In dem Artikel wird eine wichtige Idee zum Ausdruck gebracht: So wie jeder Mensch einzigartig ist, kann auch die Form seines endgültigen Abschieds einzigartig sein. Manche Menschen stehen Magnolien oder Rosen nahe, andere dem Wald, den Bergen oder einem starken musikalischen Motiv. Die Handmalerei ermöglicht es, diese Elemente zu einer ruhigen und verständlichen visuellen Geschichte zu verbinden.

Das gleiche Prinzip lässt sich auch auf die Urne übertragen. Der Bericht ähnelt einer hölzernen Urne mit einem Pferd auf einer blühenden Wiese, geschaffen für eine Frau, die Pferde liebte. Beim Betrachten eines bestimmten Bildes entsteht dann nicht nur der Gedanke an den Abschied, sondern vor allem auch die Erinnerung an das, was einem Menschen Freude bereitet hat.

Wenn sich die Familie einmischt

Ein separater Teil der Reportage ist die Möglichkeit, Überlebende in die Entstehung einzubeziehen. Sie können dem Sarg eine kurze Nachricht, eine Zeichnung oder einen Handabdruck hinzufügen. Ein solcher Schritt muss immer freiwillig und einfühlsam sein, aber für manche kann er zu einem stillen Abschiedsritual werden – einem Moment, in dem man ohne Eile ausdrücken kann, wofür man nur schwer Worte findet.

Im Interview erklärt Mirka, dass das farbenfrohe und persönliche Erscheinungsbild des Särges auch dazu beitragen kann, dass jüngere Familienmitglieder angstfreier an den Abschied herangehen. Farbe lindert keinen Schmerz, kann aber einen freundlicheren Raum für Nähe, Erinnerung und Dankbarkeit schaffen.

Ein Thema, das das Gespräch eröffnet

Nicht jeder nimmt einen bemalten Sarg gleich wahr. Der Bericht fängt sowohl die Begeisterung als auch die eher konservativen Reaktionen ein. Gerade diese Vielfalt zeigt, warum es sinnvoll ist, rechtzeitig über die Form des endgültigen Abschieds zu sprechen. Es gibt keine Einheitslösung; Es ist wichtig, dass die gewählte Form im Einklang mit der Person und ihren Lieben steht.

Wir danken den Herausgebern von Plus 7 Tage für den Besuch im Studio und die Darstellung des Themas ohne Sensationsgier – als Kombination aus künstlerischem Handwerk, persönlicher Geschichte und familiärer Fürsorge in einem sensiblen Moment.

Quelle